Optisches Ethernet im Anschlussnetz für zukunftssichere Netzwerke


Die folgenden erweiterten Funktionen sind bei bestimmten iConverter®-Modulen verfügbar und können mit der SNMP-basierten Managementsoftware NetOutlook™ von Omnitron, mit SNMP-Managementsoftware von Drittanbietern, über Telnet oder serielle Verbindung/Modemverbindung konfiguriert werden.

In der iConverter-Übersichtstabelle (PDF) finden Sie Informationen darüber, welche erweiterten Funktionen von den jeweiligen iConverter-Modulen unterstützt werden.

Intelligente Switch-Technologie

Durch die Integration von Switch-Technologie in Medienkonvertern und die Bereitstellung von Multiport-Switch-Modulen bieten die iConverter-Systeme umfassende Anschlussmöglichkeiten. Die Medienkonverter-Module und NIDs setzen den Datenstrom zwischen mehreren LWL- und Kupfer-Ports an den Customer Premises um. Mit einer Kombination aus managed Medienkonverter- und Switch-Modulen in einem kompakten Chassis kann ein managed LWL-Uplink über mehrere Kupfer-Ports an die Endanwender verteilt werden. Durch die integrierte Switch-Technologie unterstützen alle Modul-Ports erweiterte Funktionen wie VLAN, QoS, Port-Zugangssteuerung, Bandbreitensteuerung und Port-MIB-Statistiken - und das zu einem günstigen Preis, der die Bereitstellung neuer Daten-, Sprach- und Videodienste erleichtert.

Backplane-Konnektivität

Die iConverter-Chassis für 19, 5 und 2 Module bieten flexible Verbindungsmöglichkeiten zwischen den eingebauten Modulen über die Backplane. Das folgende Beispiel zeigt die Backplane eines Chassis für 2 Module, die das Austauschen von Ethernet-Daten zwischen den beiden installierten iConverter-Modulen ermöglicht. Die mit Ethernet-Backplane-Ports ausgerüsteten Module können über das Chassis der Ethernet Backplane miteinander verschaltet werden. Auf diese Weise werden verschiedene flexible Netzwerkanwendungen möglich, darunter unmanaged, managed Out-of-Band-, managed Inband- und Multiport-Konfigurationen.

Port-Zugangssteuerung und Port-VLAN

Mit Hilfe der Port-Zugangssteuerung können Dienstanbieter den Zugang der Kunden zu bestimmten Diensten aktivieren und deaktivieren. Dabei bleibt die Port-Konfiguration erhalten, damit die Ports problemlos reaktiviert werden können.

Mit dem Port-VLAN hat der Netzwerkadministrator die Möglichkeit, den Verkehrsfluss zwischen den vorderen Ports (UTP und/oder LWL) und den Backplane-Ports festzulegen und zu begrenzen, um die Sicherheit zu erhöhen und den Schutz vor Angriffen zu verbessern.


NetOutlook-Bildschirm: Port-VLAN und Port-Zugangssteuerung
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Tag-VLAN mit Q-in-Q-Technologie

Die iConverter-VLAN-Technologie unterstützt den Standard IEEE 802.1Q für Tagging und Untagging von VLAN-Paketen einschließlich Q-in-Q Tag-Stacking (Double-Tagging). Mit VLAN-Tagging vom Central Office oder den Customer Premises aus können Dienstanbieter ihren Kunden im Ethernet Virtual Private Line LAN sichere "Tunnel" bereitstellen, die von den anderen Kundendaten und vom Managementverkehr des Dienstanbieters getrennt sind.

iConverter-Medienkonverter mit Q-in-Q-VLAN-Funktionen werden von Dienstanbietern eingesetzt, um den getaggten VLAN-Daten des Kunden ein zweites Tag hinzuzufügen. Auf diese Weise haben Dienstanbieter die Möglichkeit, E-Line-(Punkt-zu-Punkt-)Dienste und E-LAN-(Punkt-zu-Mehrpunkt-)Dienste anzubieten.

Das VLAN ermöglicht die Trennung der Netzwerkmanagementdaten des Dienstanbieters von den Kundendaten, was dem Dienstanbieter zusätzlichen Schutz vor Angriffen bietet.

NetOutlook: VLAN-Teilnehmer-Tabelle und
Bildschirm für QoS-Port-Priorität.
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QoS-Priorisierung

Durch die Priorisierung gemäß IEEE 802.1p können QoS-Merkmale für Echtzeitanwendungen mit hoher Priorität eingesetzt werden, wie z. B. Voice- und Video-over-Ethernet. Mit einem iConverter, der QoS unterstützt, können Anwender den ungetaggten VLAN-Daten eine QoS-Priorisierungsstufe zuweisen. Je höher der zugewiesene numerische Wert für die Datenpriorisierung ist, desto höher ist die Priorität der Daten, die von diesem Port ausgehen. Wenn das Netzwerk überlastet ist, werden die priorisierten Datenpakete zuerst über den Port geleitet.

Ein iConverter-Modul mit QoS-Unterstützung legt fest, welche Pakete Vorrang haben. Die Datenpakete mit geringer Priorität werden für einige Millisekunden "geparkt", bis die Pakete mit hoher Priorität über das Netzwerk ohne Qualitätsverlust an ihrem Ziel angekommen sind.

Bandbreitensteuerung

Die Bandbreitensteuerung (Rate Limiting) bietet die Möglichkeit, verschiedene Dienstkategorien anzubieten. Für die Richtungen LWL-auf-UTP und UTP-auf-LWL können bestimmte Bandbreiten ausgewählt werden, sodass die Ressourcen für die verfügbaren Netzwerkbandbreiten optimal genutzt und die speziellen Anforderungen der einzelnen Anwender erfüllt werden.

Port-MIB-Statistiken

Bestimmte iConverter können Port-MIB-(RMON1-)Statistiken erfassen. Entsprechende Berichte sind für 32 Variablen pro Port verfügbar. Hierbei werden Echtzeit-Paketstatistiken erfasst, die der Leistungs- und Betriebsüberwachung dienen. Die Port-Statistiken werden dazu verwendet, die tatsächlich genutzten Bandbreiten der Kunden und die Qualität der Netzwerkdaten zu bestimmen, die über einzelne Ports geleitet werden.

Über Port-MIB-Statistiken können Leistungsdaten erhoben werden, die der Dokumentation von Service Level Agreements dienen.

Das Konfigurieren der Port-Polling-Parameter zum Sammeln und Anzeigen von MIB-Statistiken erfolgt mit der SNMP-basierten Managementsoftware NetOutlook und betrifft folgende Parameter:

  • Port Selection (Portauswahl) - Auswahl eines Ports, über den die Statistiken gesammelt werden
  • Polling Rate (Abrufintervall) - Zeitintervall (in Sekunden), in dem Statistiken abgerufen und angezeigt werden
  • View Values (Werte anzeigen) - Anzeigemodus für die Statistiken, entweder kumulativ oder seit dem letzten Zurücksetzen

Die folgenden Kategorien an MIB-Daten werden für die Statistiken gesammelt und können in der Steuersoftware NetOutlook angezeigt werden:

  • Transmitted (Tx) Good Packets (gesendete einwandfreie Pakete)
  • Received (Rx) Good Packets (empfangene einwandfreie Pakete)
  • Transmitted (Tx) Errored Packets (gesendete fehlerhafte Pakete)
  • Received (Rx) Errored Packets (empfangene fehlerhafte Pakete)
  • Transmitted (Tx) Collisions (gesendete Kollisionen)
  • Received (Rx) Size Errors (empfangene Größenfehler)

Modi zur Erkennung von Verbindungsfehlern

Zur schnellen Erkennung und Isolierung von Verbindungsfehlern unterstützen iConverter-Medienkonverter verschiedene Kombinationen der auswählbaren Modi Link Segmentation, Link Propagation, Remote Fault Detection und Symmetrical Fault Detection. Diese Link-Modi sind über Managementsoftware oder mit DIP-Schaltern konfigurierbar. Die Modi arbeiten unabhängig vom Netzwerkmanagement und überwachen den Status der Verkabelung.

  • Link Segmentation (LS): Dies ist der normale (Standard-) Modus, in dem die UTP- und LWL-Ports unabhängig voneinander ihre Verbindungen zu anderen angeschlossenen Geräten aufbauen.
  • Link Propagation (LP): In diesem Modus (auch unter der Bezeichnung "Link-Loss-Carry-Forward" bekannt) wird nur dann ein abgehender Link vom UTP-Port generiert, wenn ein eingehender Link zum LWL-Port vorhanden ist. Ebenso wird nur dann ein abgehender Link vom LWL-Port generiert, wenn ein eingehender Link zum UTP-Port vorhanden ist. Im LP-Modus wird ein Kabel- oder Linkfehler im Domino-Effekt an downstream oder upstream angeschlossene Geräte weitergegeben, was eine schnelle Fehlererkennung ermöglicht.
  • Remote Fault Detection (RFD+LS): Im RFD+LS-Modus sendet der LWL-Port nur dann ein Linksignal, wenn er auch ein Link-Signal empfängt. Als Folge daraus werden LWL-Fehler (kein Link am LWL-Port empfangen) über Loopback erkannt und im Netzwerkkern gemeldet.
  • Symmetrical Fault Detection (SFD): Der SFD-Modus ist mit dem RFD-Modus vergleichbar: Der Verbindungsfehler wird über Loopback gemeldet. Wenn zwei im SFD-Modus konfigurierte Konverter "Rücken an Rücken" verbunden sind, erleichtert dieser Modus die Meldung von LWL- oder UTP-Verbindungsfehlern an beiden Enden des Netzwerks.

Anhand dieser Link-Modi kann die iConverter-Managementsoftware die meisten lokalen und entfernten Kabel- und Gerätefehler erkennen und melden. Bei der Erkennung von Hardwarefehlern können Korrekturmaßnahmen ausgelöst werden, z. B. die Festlegung neuer Pfade durch Spanning Tree Failover oder nach firmeneigenen Standards.

Die vom SNMP-Agenten generierten und über die Software NetOutlook (oder eine andere SNMP-Netzwerkmanagement-Software) gemeldeten Traps und die Funktionen zur automatischen Fehlerkorrektur machen den iConverter zur idealen Lösung für den Einsatz in Unternehmens-, Campus- und Metro-Netzwerken.

Autonegotiation

Die iConverter-Module unterstützen verschiedene Stufen der Autonegotiation an LWL- und UTP-Ports. Bei der Autonegotiation tauschen zwei Ethernet-Geräte, die miteinander eine Netzwerkverbindung eingehen, Informationen über ihren Duplex-Modus, die Übertragungsraten und Pausenfähigkeiten aus und können somit eine Netzwerkverbindung mit optimaler Leistung aufbauen.

Die Autonegotiation mit iConverter sorgt dafür, dass Portkonfigurationen und Duplex-Modi übereinstimmen. Das so genannte Duplex Mismatch ist ein häufiges Netzwerkproblem, das immer wieder auftreten kann, wenn Schnittstellen aktiviert/deaktiviert oder Netzwerk-Hosts aktualisiert und verändert werden. Als Teil des Legacy-Standards für 10 MBit/s-Ethernet ist dieses Problem zwar einfach zu beheben, jedoch schwer zu erkennen und zu lokalisieren.

Duplexmodi, Datenübertragungsraten und Pausenfähigkeit können auch manuell über Managementsoftware oder mit den DIP-Schaltern konfiguriert werden, die sich am iConverter-Modul befinden.

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